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Gerd Recke

Eine kleine Chronik

Am 31.10.1996 gründen Ingo Lies, Gerd Recke, Ulrike Juchmann und Andrea Bergmann – die Mitarbeiter der Beratungsstelle PsychoMotorik Berlin spiel-art; Verein für Entwicklungsförderung durch Psychomotorik Spiel und Sport. Bereits ein halbes Jahr später wird das Kind umgetauft und erhält den Namen, den es bis 2013 trägt: PsychoMotorik-Verein Berlin e.V. Seit 2010 werden die Aktivitäten bis nach Brandenburg ausgedehnt. In der Folge wird dem Vereinsnamen noch unser nördliches Bundesland „Brandenburg“ hinzugefügt – und so heißt das Kind nun seit 2013: PsychoMotorik-Verein Berlin-Brandenburg e.V.

Gerd Recke wird nach Ingo Lies der 1. Vorsitzende des Vereins und wird es bis wenige Monate vor seinem Tod im Februar 2009 bleiben. Ingo Lies ist bis heute ältestes Mitglied des Vereins, langjähriger Freund von Gerd Recke und über lange Zeit auch unser Sponsor.

Bereits aus den ersten Protokollen der Mitgliederversammlungen wird der Spagat sichtbar, den man bewältigen können sollte, wenn man für den Verein tätig ist. Bis heute. Das öffentliche Interesse, in Form von Anfragen durch Eltern, Kitas und Institutionen ist zu Genüge vorhanden. Die Befriedigung dieses öffentlichen Interesses, die Umsetzung der Ideen und Wünsche wird zum Kraftakt. Davon zeugen nicht nur die beharrlichen Schriftwechsel Gerds mit den Behörden und Institutionen. Die meisten Mitglieder haben einen Erwerbsberuf und leisten die Arbeit für den Verein ehrenamtlich.

Der Verein wird trotzdem schnell bekannt. Seit 1997 findet jedes Jahr erfolgreich die Zusatzqualifikation „Psychomotorik als Erziehungs- und Unterrichtsprinzip“ in Berlin und seit 2010 auch in Brandenburg statt. Aus 180 Stunden Umfang sind inzwischen 200 Stunden geworden. Das Angebot an Fortbildungen, vor zehn Jahren überwiegend durchgeführt von Gerd Recke, Gabi Kapischke und Sonja Lehrmann etabliert zunehmend den Ruf des Vereins, hinterlässt aber aufgrund der Doppelbelastung Spuren bei den Dozentinnen und dem Dozenten.

Im Jahr 1999 sieht es kurz nach einem Ende des Vereins aus. Die Absolventinnen des Jahreskurses 1998 retten den Verein mit ihrem Engagement und ihren Mitgliedsbeiträgen.

Im Jahr 2001 erhält der Verein die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, wird Mitglied beim Berliner Turnerbund und Bärbel Deter-Meißner richtet die allerersten Kindergruppen des Vereins ein.

Gerd Recke knüpft Kontakte zu Institutionen, Trägern, Schulen, Pädagogen und Kooperationspartnern. Die Fortbildungen sind die wichtigste Einnahmequelle. Die Einrichtung von psychomotorischen Kindergruppen das wichtigste Ziel. Und immer wieder geht es um den Raum, in dem sich all jene zusammenfinden, die sich über ihre Erfahrungen mit der Psychomotorik austauschen und gegenseitig bereichern möchten.

Seit dem Jahr 2005 hat der Verein offiziell eine Geschäftsstelle, damals noch im Lichthof in Lichtenberg. Eine Entlastung in die Gerd erst einmal „hineinwachsen“ muss. Mit der Geschäftsstelle entsteht eine Struktur in der Nicola Böcker als Erste beginnt sich der aufwändigen Arbeit der Projektförderung anzunehmen.

Im Jahr 2007, endlich, wird der Verein Mitglied im Landessportbund, erhält die Sportförderungswürdigkeit und hat inzwischen sechs Kindergruppen.

Im Jahr 2008 sind es schon acht und zwei Reha-Gruppen für Kinder mit besonderem Förderbedarf sind auch dazu gekommen.

2009 zieht der Verein mit seiner Geschäftsstelle nach Berlin Kreuzberg.

2014 zieht die Geschäftsstelle des Vereins vorübergehend nach Brandenburg in das SEMINARHAUS Flecken Zechlin, wo künftig auch alle Brandenburger Fortbildungen stattfinden.

Inzwischen ist die Zahl der psychomotorischen Kindergruppen in Berlin auf 60 angewachsen und es gibt die ersten Kindergruppen in Brandenburg.

Das große Wissen und die Beharrlichkeit beim Knüpfen von Kontakten ist eine Lücke die Gerd Recke hinterlassen hat. Die Sorge keinen würdigen Nachfolger als Verbreiter und Vermittler des Wissens zu finden war groß, begründet, aufrichtig und ... überflüssig. In Caren Leonhard hat der Verein eine sehr würdige Nachfolgerin für Gerds Wirken und Werk gefunden und auch bei ihr hat sich, genau wie bei Gerd, längst der Beruf zur Berufung entwickelt.

Was das Knüpfen von Kontakten und das Schließen von Kooperationen angeht – nun, eine Lücke ist eine Lücke ist eine Lücke ... Die Lücke des Austauschens, des Ringens um Standpunkte, des Austragens von Auseinandersetzungen. Tja, unter Menschen gibt es wohl keine Lücke die leichter zu schließen ist, als diese.

Bleibt die Lücke die entsteht, wenn ein Mensch endgültig geht. Der Kükelhaus-Garten, ein jahrelanger Traum von Gerd, genauso wie ein Kükelhaus-Arbeitskreis konnte in den ganzen Jahren leider nicht verwirklicht werden. Aber wer weiß, vielleicht ein anderer: Der Traum vom eigenen Vereinshaus als Standort für eine Beratungsstelle, Fortbildungsstätte, Kindergruppentreff und vielleicht sogar einen Kükelhaus-Garten.

Wir arbeiten daran und während dieser Arbeit kommt immer irgendwann und von irgendjemandem die Frage. „Was denkt ihr, was Gerd wohl davon halten würde?“.

An dieser Stelle möchten wir namentlich all jenen Menschen danken, die den PsychoMotorik-Verein und Gerd Recke all die Jahre so tatkräftig unterstützt haben und die uns immer noch unterstützen.

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